{"id":744,"date":"2012-09-30T18:01:33","date_gmt":"2012-09-30T16:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/?p=744"},"modified":"2012-12-18T08:46:36","modified_gmt":"2012-12-18T07:46:36","slug":"berlin-marathon-30-09-2012-teil2-erlebnisbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/?p=744","title":{"rendered":"Berlin Marathon &#8211; 30.09.2012 (Teil2 &#8211; Erlebnisbericht)"},"content":{"rendered":"<p><b>Berlin Marathon 2012 \u2013 mein \u201eerstes Mal\u201c &#8211; &#8222;You can do it!&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Ein Marathon findet zwar an nur einem Tag statt, aber pr\u00e4sent ist er schon lange Zeit davor\u2026<\/p>\n<p>Schon als Kind sa\u00df ich in den 80er Jahren mit meiner Familie auf den Glask\u00e4sten am Ku\u00b4damm und jubelte den Marathon Finishern zu. Damals sagte ich kindlich naiv \u201edas m\u00f6chte ich sp\u00e4ter auch mal machen \u2013 wenigstens ein Mal.\u201c<br \/>\nAls ich vor zweieinhalb Jahren wieder mit dem Laufen anfing, war an Marathon \u00fcberhaupt nicht zu denken \u2013 auch mit Wettk\u00e4mpfen wollte ich ja eigentlich nichts mehr zu tun haben\u2026<br \/>\nDurch die vielen sch\u00f6nen Erz\u00e4hlungen der Pegasos-Marathon-Finisher verst\u00e4rkte sich ab Mitte 2011 mein Kindheitstraum wieder &#8211; ich wollte auch ein \u201eFinisher\u201c werden!<br \/>\n<a class=\"lightbox\" href=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast.jpg\" alt=\"\" title=\"20120930_DSC09645-ast\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignleft size-full wp-image-777\" srcset=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast.jpg 400w, http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast-200x300.jpg 200w, http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast-100x150.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Was ich aber nicht wollte war, dass ich einmal mitmache und so eine Qual erleide, dass ich nie wieder Marathon laufen m\u00f6chte. Deshalb \u00fcberlegte ich mir als <b>Ziel \u201emit einem L\u00e4cheln \u00fcber die Ziellinie zu laufen\u201c.<\/b><br \/>\nIm Herbst 2011 melde ich mich \u00fcber Uwe an und begann, strukturierter zu trainieren, denn durch Frau\/Kinder und deren eigene Freizeit-Bed\u00fcrfnisse hatte ich ja nicht mehr Zeit als vorher &#8211; die \u00fcblichen 3-4 Mal pro Woche Training mussten ausreichen, aber ab jetzt  sinnvoller genutzt werden.<br \/>\nDie Monate des Trainings vergingen, zwischendurch gab es durch einige Wettk\u00e4mpfe (Grizzly, mehrere Halbmarathons, Big25 und den Panoramalauf im Elbsandsteingebirge) zwar \u201enette Abwechslungen\u201c, aber im Hinterkopf blieb immer <b>DER TAG X<\/b> und der kam auf einmal ganz schnell:<br \/>\nAm Donnerstag vor dem Marathon sollte mittels Marathonmesse eine erste Einstimmung auf den Marathon erfolgen &#8211; aber was kam, waren Halsschmerzen (und meine Vorfreude sank fast auf den Nullpunkt)\u2026 Ich traf morgens im Dienst die Kollegin, die mich \u00fcberhaupt wieder zum Laufen gebracht hat. Sie empfahl mir unterschiedlichste Erk\u00e4ltungs- und Vitaminpr\u00e4parate &#8211; ich habe sie <u>alle<\/u> ausprobiert (vielen Dank noch einmal an Ulrike!).<br \/>\nAm fr\u00fchen Nachmittag fuhr ich mit Anja (trotzdem) zur Messe und wir trafen \u201ehalb Pegasos\u201c \u2013 total klasse! Als wir Uwe und Cordula trafen, und ich von meinen Wehwehchen erz\u00e4hlte, organisierten sie mir per Telefon eine Vitamininfusion f\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen \u2013 daf\u00fcr auch noch mal vielen, vielen Dank!<br \/>\nMeine Halsschmerzen verschwanden tats\u00e4chlich am Samstag, aber ich war einfach nur schlapp und unschl\u00fcssig, was ich denn nun machen soll. Zum Abend hin \u00fcberredete ich meine Eltern, nicht zum Marathon zu kommen, da ich nicht wu\u00dfte, ob und wenn ja, wie lange ich laufen w\u00fcrde\/kann\u2026<br \/>\nAm Sonntag wachte ich gegen 5 Uhr vor dem Wecker auf und \u00fcberlegte schlaftrunken, ob ich zur Arbeit m\u00fcsse\u2026 ach nein, es ist ja Wochenende\u2026 Sonntag: <b>Marathonsonntag<\/b> \u2013 und ich war innerhalb weniger Augenblicke so voller Adrenalin, dass ich nicht mehr einsch\u00e4tzen konnte, ob ich nun fitter sei als gestern. Halsschmerzen waren auf jeden Fall nicht mehr vorhanden, also beschloss ich, hinzugehen und zu sehen, wie weit die F\u00fc\u00dfe tragen \u2013 hab\u2018 ja schlie\u00dflich nicht wenig Geld f\u00fcr den \u201eSpa\u00df\u201c hingelegt, also m\u00f6chte ich auch das Flair erleben!<br \/>\n<a class=\"lightbox\" href=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_joey_PA210016.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_joey_PA210016.jpg\" alt=\"\" title=\"20120930_joey_PA210016.jpg\" width=\"220\" height=\"166\" class=\"alignright size-full wp-image-810\" \/><\/a>Am Fr\u00fchst\u00fcckstisch \u00fcberreichte mir Anja noch zwei Pr\u00e4sente (vielen Dank daf\u00fcr):<br \/>\n1. Ein Entspannungsbadezusatz (sehr vorausschauend!)<br \/>\n2. Beim B2run traf ich ja Joey Kelly (siehe Eventbericht) \u2013 Anja hat ihn danach noch einmal angesprochen, ob er mir -ohne mein Wissen- f\u00fcr meinen ersten Marathon etwas auf die R\u00fcckseite meiner Startnummer schreiben w\u00fcrde \u2013 <b>\u201eYou can do it \u2013 good luck! Joey Kelly\u201c<\/b> \u2013 ich freute mich riesig!<br \/>\nWas ich Anja erst nach dem Marathon erz\u00e4hlt habe: Ich habe mir auf meinen linken Unterarm (neben meine Uhr) &#8222;You can do it!&#8220; geschrieben, damit ich, falls die Beine irgendwann schwerer werden, eine Motivationshilfe habe und an die morgentliche \u00dcberraschung erinnert werde! Es hat geholfen!!!<\/p>\n<p>Um 8:50 Uhr stand ich in meinem Start-Block, umringt von vielen \u00e4hnlich \u201epositiv Bekloppten\u201c, die bei sch\u00f6nstem Sonnenschein dem Start entgegenfieberten. Da ich ein Mini-Telefon dabei hatte, habe ich noch schnell meine Eltern angerufen, damit sie wissen, dass ich starte. Anja hatte trockene Wechselw\u00e4sche f\u00fcr mich dabei (falls ich aussteigen muss) und wollte mir an drei Punkten (zwischendurch mit dem Fahrrad unterwegs) \u201ebeistehen\u201c. Ich freute mich schon jetzt auf die Wegpunkte, an denen Anja auf mich wartete (ca. Km 6, 22 und 35).<br \/>\n<a class=\"lightbox\" href=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_marathon-foto.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_marathon-foto.jpg\" alt=\"\" title=\"20120930_marathon-foto\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignleft size-full wp-image-800\" \/><\/a>Um 9:08 Uhr ging es dann endlich auch f\u00fcr meinen Block los \u2013 mein Adrenalin \u00fcberdeckte immer noch alles andere in meinem K\u00f6rper, also lief ich los, um zu genie\u00dfen! Und so kam es dann auch: Anfangs kontrollierte ich noch regelm\u00e4\u00dfig meine Zeiten, damit ich blo\u00df nicht zu schnell loslaufe, aber nach einigen Kilometern lief ich fast nur noch nach Gef\u00fchl \u2013 also so, dass ich das Gef\u00fchl hatte, ganz viel vom Lauf und der Atmosph\u00e4re mitzubekommen! Die Stimmung an der Strecke war genauso gut wie das Wetter, vielleicht sogar noch besser!<br \/>\nBei Km 15 traf ich eine Gruppe Edeka-L\u00e4ufer (liebe Gr\u00fc\u00dfe an Manfred) und ich freute mich \u00fcber vertraute Gesichter. Wir liefen einen Km zusammen und quatschten, dann lief ich meinen Rhythmus weiter. Nach der H\u00e4lfte (mir ging es immer noch ganz gut) wurde ich langsam misstrauisch \u2013 mir kam der so oft erw\u00e4hnte \u201eHammermann\u201c in den Sinn. Was, wenn er sich jetzt schon blicken l\u00e4sst??? \u2013 Egal, ich laufe einfach mein Tempo weiter und wir werden sehen! Die Gedanken verschwanden auch bald wieder, denn alle paar hundert Meter gab es neue Bands oder Soundstationen, die die Strecke abwechslungsreich beschallten (ok, nicht immer mein Geschmack, aber der gute Wille z\u00e4hlt!). Au\u00dferdem waren bei bestem Wetter wirklich Menschenmassen an der Strecke, die mich teilweise an die engen Zuschauergassen bei der Tour de France erinnerten. Bei Km 35 sah ich Anja zum letzten Mal, das hei\u00dft ab jetzt: Durchlaufen. Bei Km 38,5 wurde es ein wenig anstrengender, aber nicht unertr\u00e4glich, denn das Ziel war ja nicht mehr weit!<br \/>\n<a class=\"lightbox\" href=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09671-ast.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09671-ast.jpg\" alt=\"\" title=\"20120930_DSC09671-ast.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignright size-full wp-image-778\" srcset=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09671-ast.jpg 399w, http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09671-ast-199x300.jpg 199w, http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09671-ast-99x150.jpg 99w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Und dann sah ich das Brandenburger Tor! Ok, mittlerweile bin ich ja schon bei einigen Events dort durchgelaufen, aber ich wusste, danach ist es nicht mehr weit. Was nach dem Tor kam, war unbeschreiblich: Wir L\u00e4ufer liefen an der voll besetzten Trib\u00fcne kurz vor dem Ziel vorbei und alle jubelten uns zu \u2013 und das, obwohl schon knapp 10000 andere L\u00e4ufer vorher dort vorbeigekommen sind! Das war wirklich der ergreifendste Moment des gesamten Marathons!<br \/>\nIm Ziel konnte ich noch gar nicht richtig realisieren, dass ich das geschafft habe, worauf ich ein Jahr lang hin trainiert habe: <b>Mit einem L\u00e4cheln \u00fcber die Ziellinie zu laufen!<\/b> Es war einfach toll!<\/p>\n<p>Nach dem Lauf fragte ich mich \u201ewo war eigentlich der Hammermann\u201c? \u2013 Klar, es hatten ja gerade die Herbstferien begonnen, der war bestimmt schon im Urlaub\u2026!<\/p>\n<p>Mit fl\u00fcgelschlagendem Gru\u00df<br \/>\nMarco Ast <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Berlin Marathon 2012 \u2013 mein \u201eerstes Mal\u201c &#8211; &#8222;You can do it!&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Ein Marathon findet zwar an nur einem Tag statt, aber pr\u00e4sent ist er schon lange Zeit davor\u2026<\/p>\n<p>Schon als Kind sa\u00df ich in den 80er Jahren mit meiner Familie auf den Glask\u00e4sten am Ku\u00b4damm und jubelte den Marathon Finishern zu. Damals sagte ich kindlich naiv \u201edas m\u00f6chte ich sp\u00e4ter auch mal machen \u2013 wenigstens ein Mal.\u201c<br \/> Als ich vor zweieinhalb Jahren wieder mit dem Laufen anfing, war an Marathon \u00fcberhaupt nicht zu denken \u2013 auch mit Wettk\u00e4mpfen wollte ich ja eigentlich nichts mehr zu tun haben\u2026<br \/> Durch die vielen sch\u00f6nen Erz\u00e4hlungen der Pegasos-Marathon-Finisher verst\u00e4rkte sich ab Mitte 2011 mein Kindheitstraum wieder &#8211; ich wollte auch ein \u201eFinisher\u201c werden!<br \/> <a class=\"lightbox\" href=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast.jpg\" alt=\"\" title=\"20120930_DSC09645-ast\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignleft size-full wp-image-777\" srcset=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast.jpg 400w, http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast-200x300.jpg 200w, http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20120930_DSC09645-ast-100x150.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Was ich aber nicht wollte  \u2026 <a href=\"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/?p=744\"> Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr; <\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/744"}],"collection":[{"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=744"}],"version-history":[{"count":62,"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/744\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1127,"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/744\/revisions\/1127"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=744"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=744"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/lgpegasos-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=744"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}